Geschichte

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Eine kurze Geschichte der SG Lenningen

Gründung 1990

 

"Wollen haben wir schon dürfen, nur mögen haben wir uns nicht getraut". So oder ähnlich kann man die Umstände umschreiben, als im Herbst 1990 Gespräche zwischen dem TSV Oberlenningen und dem TV Unterlenningen geführt wurden, welche das Ziel hatten, die Handball-Abteilungen beider Vereine zusammenzuführen.

Beide Vereine wiesen nachlassende Mannschaftszahlen im Jugendbereich auf. Ziel war es, den Handballsport im Täle zu fördern. Es fanden viele Gesprächsrunden statt. Während die Abteilungen beider Vereine für ein komplettes Zusammengehen waren, wollte dies die damalige TVU-Vereinsführung nur auf die Jugend begrenzen.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des TV Unterlenningen am 17.Mai 1991 wurde dem Zusammenschluß stattgegeben. 41 Ja-Stimmen standen 27 Nein-Stimmen gegenüber. In einem umfangreichen Vertragswerk wurden die Regularien festgehalten und am 23. Juni 1991 von den Vorsitzenden Werner Schulmeyer (TSVO) und Gerhard Schleicher (TVU) sowie den beiden Abteilungsleitern Otto Leitner (TSVO) und Rudi Dölfel (TVU) unterzeichnet. Somit konnte die neugegründete Handball-Spielgemeinschaft Ober-/Unterlenningen in die Saison 91/92 starten.

 

Die erste Saison (91/92)

Mannschaften: 3 Männermannschaften, 1 Frauenmannschaft und 8 Jugendmannschaften.

Mit großem Eifer wurden die Mannschaften für die Saison 91/92 vorbereitet. Trainer-Wunschkandidat für die 1. Männermanschaft war Dieter Schlichtenmayer. Seine und unsere sportliche Zielsetzung erwiesen sich als deckungsgleich. Nach 2 Gesprächsrunden gab er sein Okay. Werner Renz übernahm das Training bei der Zweiten.

Und so sah der Trainerstab aus: Frauen: Klaus Vatter und Michael Niemayer, wA-Jugend: Miriam Gröner und Gabi Barth, wB-Jugend: Elke Schott und Daniela Reichle, mA-Jugend: Bernd Hailer und Jochen Renz, mB-Jugend: Ralf Eberhard und Hans-Martin Reichle, mC-Jugend: Walter Bächle und Alexander Weis, mD-Jugend: Gerhard Bächle und Klaus Kazmaier, m/wE-Jugend: Hugo Kazmaier und Tobias Reichle, Minis: Erwin Mutschler und Uwe Attinger, Masseur: Walter von Petersenn.

Weitere Funktionäre: Jugendleiter: Birgitt Schroeder und Bernd Hailer, Männer-Spielwart: Peter Austen, Öffentlichkeitsarbeit: Michael Schroeder, Finanzen: Wolfgang Tröscher und Joachim Hönig, Schiedsrichterwart: Fritz Thumm und Hermann Weller, Passwesen: Wilhelm Schwarz.

Die 1. Männermannschaft galt neben Weilheim und Ruit zu den Favoriten in der Bezirksliga. Aber gleich zum Rundenstart gab’s gegen Ruit eine 23:17 Niederlage. Doch der Dämpfer motivierte. Bis Ende Oktober hatte sich die SG auf den 3. Platz vorgearbeitet.

Mitten in die Aufbruchstimmung fiel ein Schatten: Walter Hinneberg, über zwei Jahrzehnte TVU-Handball-Abteilungsleiter, Trainer und guter Freund, starb am 8. November 1991 an den Folgen eines Herzanfalls. Er hätte uns noch so viel geben können. Er durfte nur 50 Jahre alt werden.

Die erste gemeinsame Weihnachtsfeier fand am 7. Dezember 1991 im proppenvollen „Rad“-Saal statt. Keine vier Wochen später folgte das 8. Dreikönigsturnier, das der Oberligist SC Korb gewann.

Im Jahr ’92 startete die SG mit zwei Niederlagen. Der Aufstiegs-Express schien ohne die SG abzufahren. Doch auch die Konkurrenz nahm sich gegenseitig Punkte ab.

 

Im ersten Anlauf Meister!

Als dann der Langzeitverletzte Volker Allgaier wieder im Team stand, konnte die SG zulegen. Es wurde spannend. Dank Weilheimer Schrittmacherdienste, der TSV gewann 21:18 gegen Ruit, setzte sich die SG nach einem 21:18 Sieg über Liebersbronn an die Tabellenspitze. Und vor dem alles entscheidenden letzten Spieltag sah die Tabellenspitze der Bezirksliga so aus: 1. SG mit 25:9 Punkte, 2. Ruit mit 24:10 Punkte, 3. Weilheim mit 24:10 Punkte. Fast 100 Fans begleiteten die „Erste“ zum letzten Spiel nach Unterensingen. Die Lenninger gewannen 16:14, Jubel ohne Ende in der Sporthalle und nachher bei der Meister-Fete im TSVO-Vereinsheim.

Aber auch die Ic-Mannschaft konnte feiern. Sie wurde Meister in der Kreisliga IV. Dem hohen Standard der Kreisliga I wurde die Ib nicht gerecht. Sie musste absteigen. Vizemeister wurden die Frauen in der Kreisliga I.

Einen handballerischen Leckerbissen gab’s am 8. Mai 1992 in der Sporthalle. Zweit-Bundesligist Frisch Auf Göppingen bot beim 6. Benefizspiel für Oliver Hinneberg eine tolle Leistung und gewann 32:15. Tags darauf lud die SG zum Spielfest ein. Zielrichtung war es, Kinder für den Handballsport zu begeistern.

Am 15. Mai 1992 ging dann eine Aufstiegssause in den Bruckener Vereinsräumen ab. Wolfgang Tröscher begeisterte als „Oberfan“ nicht nur die SG-ler, sondern auch die Ehrengäste, darunter HVW-Präsident Oskar Marczy und Bezirksvorsitzender Hans Metz.

Zwei Männer- und die Frauenmannschaft waren Gast beim Möglinger Pfingstturnier. 21 Mannschaften kämpften beim 9. Sie & Er-Turnier auf dem Bühl um die Pokale und Preisgelder. Die SG hielt sich als Gastgeber zurück. Sieger war der TSV Weilheim.